Supply Chain Management bei High-Tech Unternehmen

29.10.2019 Engineering

Der Supply Chain Manager im Wandel der Zeit

Heutzutage sind High-Tech Unternehmen gezwungen, ihre Prozesse permanent zu optimieren. Die innerbetrieblichen Rationalisierungsmaßnahmen stoßen jedoch unweigerlich an ihre Grenzen. Die Suche nach weiteren Verbesserungsmöglichkeiten geht dann über die unternehmenseigenen Grenzen hinaus. Supply Chain Manager müssen sich den neuen Herausforderungen anpassen und die Produktionsprozesse optimieren.

Gut organisierte Lieferketten

Bei den rasant entwickelnden Industriebranchen spielen Optimierungspotentiale innerhalb der Supply Chain eine bedeutende Rolle. Denn „Zeit ist Geld“. Dieser Ratschlag von Benjamin Franklin aus dem Jahr 1748 hat noch heute hohe Relevanz. Gewinnerzielung und Unternehmenserfolg hängen zu einem großen Teil von Effizienz und Flexibilität ab. Eine schlecht organisierte Lieferkette führt zu Verzögerungen, unzufriedenen Kunden und hohen Folgekosten. Verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Prozesse innerhalb der Wertschöpfungskette sind Supply Chain Manager.

Supply Chain Manager von heute

Mit ausgezeichnetem Organisationsvermögen und dem Blick fürs Ganze sind Supply Chain Manager für die unternehmensübergreifende Koordination von Logistikprozessen verantwortlich. Es ist ein klarer Trend zu Systemlieferanten erkennbar. Das bedeutet, dass Zulieferer zukünftig stärker in die Produktion des Endproduktes einbezogen werden. An Stelle einzelner Teile werden inzwischen komplette Module wie komplette Kabinen- und Sitzsysteme geliefert. Supply Chain Manager überwachen die Lieferung der Bauteile und stimmen den Produktionsbereich auf die Kundenanforderungen ab. Statt einem Tunnelblick auf den eigenen Fachbereich erfordert dieser Beruf unternehmerisches Denken.

Der Einbezug aller Unternehmensbereiche lässt einen deutlichen Veränderungstrend des Berufsfeldes erkennen. Das Bild des klassischen Logistikmitarbeiters vermittelte lange Zeit eintönige Verwaltungsaufgaben innerhalb des Unternehmens. Der moderne Supply Chain Manager dagegen denkt global. Neben der Lieferantenauswahl und Vertragsgestaltung im Beschaffungsprozess stehen dabei eine Reihe weiterer Aufgabenfelder auf dem Tagesplan. Zu diesen zählen unter anderem Teilbereiche der Produktionsüberwachung und Absatzprognose. Das Berufsbild des Supply Chain Managers entwickelt sich zunehmend zum Allrounder und Strategen, der sein betriebswirtschaftliches Handwerk beherrscht.

Immer wirtschaftlichere Modelle, die im besten Falle noch digitalisiert werden können, wie zum Beispiel bei Bedarf bestellen Produktionsanlagen automatisiert das exakt benötigte Material, verdeutlicht die Relevanz des Supply Chain Managements. Bereits geringe Einsparungen bei Zulieferteilen haben eine Hebelwirkung auf den Unternehmenserfolg. Supply Chain Manager nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Anstatt einfach nur entsprechend der Bedarfsprognosen Lieferantenverhandlungen zu führen, können sie bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung einbezogen werden. In dieser Rolle können Supply Chain Manager als Berater für Logistik, Einkauf und später auch den Vertrieb fungieren. Um die ideale Abstimmung zwischen Kundenzufriedenheit, Kosten und Bestand zu finden, werden häufig Kennzahlensysteme innerhalb der Planungsprozesse eingesetzt.

Digitale Transformation der Supply Chain Prozesse

Industrieprodukte stehen vor allem für ein Merkmal: Sicherheit. Die Prozesse der Wertschöpfungskette gehen deshalb mit einem absoluten Fokus auf Qualität und Zuverlässigkeit einher. Gleichzeitig weisen sie einen hohen Projektcharakter auf. Den zunehmenden Druck bekommen vor allem die Industriehersteller zu spüren. Auf der einen Seite boomt das Geschäft, andererseits drängen sich Start-Ups mit einem effizienteren und/oder kostengünstigeren Serviceangebot auf den Markt und zwingen die Industrieunternehmen zur mehr Innovations- und Wandlungsfähigkeit. Mit gutem Beispiel voran geht MAN, Hersteller für Nutzfahrzeuge. Er bündelt digitale Lösungen des Ökosystems Transport & Logistik in eine Anwendung namens RIO – über ein einheitliches Informations- und Anwendungssystem mit Prognosefunktionalität sind Versender über Spedition und Transportunternehmen, Verlader, Disponent und Fahrer mit einander vernetzt. Auch ARTS unterstützt seine Kunden bei der Digitalisierung im Supply Chain Management: Für die Airbus A350 Testmaschine nahe Bordeaux haben wir unter anderem ein eigenes Materialmanagement-Logistiksystem für die Erfassung und Lagerung der Flügelsektion erstellt.

Supply Chain Performance durch Kundenorientierung

Aber nicht nur Digitalisierung auch Kundenorientierung ist ein wesentlicher Erfolgsgarant. Gerade bei Systemlieferanten wie beispielsweise die Hersteller von Flugzeug- oder Autositzen treffen Änderungswünsche der Kunden zum Teil erst mitten im Produktionsprozess ein. Supply Chain Manager müssen in solchen Situationen flexibel auf kurzfristig veränderte Kundenanforderungen und Projektgegenstände reagieren können. Für eine kundenorientierte Supply Chain hilft nicht nur eine gute Vernetzung mit im Prozess verankerten Abteilungen, sondern auch nach außen gilt es eine gute Kundenbeziehung zu pflegen. Eine enge Kundenbindung erfordert aber heutzutage auch räumliche Nähe. Der Aufbau von Auslandsstandorten ist für etablierte Industrieunternehmen inzwischen unvermeidbar. Angesichts dieser Entwicklungstrends zeichnet sich eine Umstrukturierung der Zulieferbranche ab. Speziell die Outsourcingaktivitäten der Hersteller eröffnen den Unternehmen aber auch den Jobsuchenden neue Möglichkeiten. Business Process Outsourcing für Supply Chain Management und dazu passende Technologieberatung, wie ARTS es auch anbietet, rücken immer mehr in den Wertschöpfungsfokus der High-Tech-Unternehmen.

Positiver Wandel im Supply Chain Management

Die Optimierung der Lieferkette bei High-Tech Unternehmen wird in den kommenden Jahren eine zentrale Herausforderung darstellen und demnach hat das dazugehörige Berufsbild des Supply Chain Managers mehr denn je Zukunftspotential. ARTS unterstützt viele seiner Industriekunden, seine Prozesse innerhalb der Lieferkette zu digitalisieren und zu optimieren und benötigt stets Unterstützung durch neue Experten in diesem Bereich.

Quellen: industry-of-things.de 

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