ARTS Kollegin im Interview – Mein Job als kaufmännische Leiterin bei ARTS in Frankreich

Wenn Mitarbeiter von ARTS über Ihren Werdegang berichten, wird es spannend. Zahlreiche Berufsfelder ermöglichen verschiedenste Karrieremöglichkeiten und ein herausforderndes Arbeitsumfeld. Im aktuellen Blog berichtet Nicole warum sie schon während des Studiums nach Frankreich ging und wie es dazu kam, dass sie ein Teil von ARTS geworden ist.

ARTS als Experte für Ingenieur- und Fertigungsdienstleistungen, Technologieberatung und HR Services beschäftigt aktuell 500 interessante Persönlichkeiten. Sie bringen in unterschiedlichen Bereichen ihr Expertenwissen ein. Wir wollen in unserer Interviewreihe wissen, wie es die einzelnen Mitarbeiter zu ARTS verschlagen hat, was ihre Arbeit ausmacht und was sie an ihrer täglichen Arbeit begeistert, aber auch herausfordert.

Als Verantwortliche für den gesamten administrativen Bereich unterstützt Nicole seit Oktober 2018 als Ansprechpartnerin für alle Kunden- und Mitarbeiterbelange Marc Bouzaid, unseren Geschäftsführer der ARTS.aero SARL in Toulouse. Zu ihren Aufgaben gehören alle administrativen Tätigkeiten rund um die Themen Personal, Buchhaltung und Rechnungserstellung.

Nicole kommt ursprünglich aus Deutschland und entschloss sich bereits während des Studiums dazu, nach Frankreich zu gehen.

Wie kam es dazu, dass du nach Frankreich gegangen bist?

Ich habe damals in Osnabrück meinen Bachelor Studiengang in „International Business & Management“ absolviert. In diesem Zusammenhang durfte ich ein Semester im Ausland studieren. Dadurch, dass ich schon immer ein großer Frankreich-Fan war, die Sprache großartig finde und mit meinen Eltern viel Zeit im französischen Süden verbrachte, war für mich klar, dass ich auch mein Auslandssemester in Frankreich absolvieren möchte. Die Hochschule Osnabrück hatte eine Partnerhochschule in Lille, wo ich dann ein viermonatiges Erasmus-Semester durchgeführt habe. Dann war ich zwar in Frankreich, habe aber nicht so viel von der französischen Sprache mitbekommen, weil die Erasmus Studenten meist unter sich waren. Danach habe ich meinen Abschluss in Deutschland gemacht und mich dazu entschlossen noch mein Diplom in „European Business Studies“ anzuschließen. Für mein Diplom war ein Praktikumssemester im Ausland vorgesehen. Ich ergriff also meine Chance, ging noch einmal nach Frankreich und begann mein Praktikum im Süden, in Toulouse. Das Praktikum absolvierte ich damals bei einer Event- und Marketingagentur, weil ich das auch als Studienschwerpunkte gewählte hatte. In dieser Zeit lernte ich meinen damaligen Freund kennen und wollte daher auch gern in Toulouse bleiben und meine Diplomarbeit in Frankreich schreiben. Das ist nun 14 Jahre her, seitdem ich mich entschied hier zu bleiben.


Bienvenue en France

Wie war die erste Zeit für dich?

Die erste Zeit war tatsächlich sehr schwierig. Ich hatte im wahrsten Sinne des Wortes einen Kulturschock und brauchte meine Zeit, um mich richtig einzuleben. Aber das Land gefiel mir schon immer, außerdem war es schön, sich in eine fremde Kultur einzuleben und ein Teil davon zu werden. Das Klima hier ist traumhaft und das Leben übrigens entschleunigter als in Deutschland. Das gefällt mir sehr.

Wie ging es dann weiter, nachdem du dein Studium abgeschlossen hast?

Ich habe nach meinem Studium eine Stelle bei Sixt am Flughafen von Toulouse angenommen und dort zufällig Marc kennengelernt. Marc gründete 2007 die Firma TECCON in Toulouse und benötigte eine Assistentin. Wir haben damals gemeinsam mit einem dritten Kollegen das Büro in Toulouse aufgebaut und eingerichtet. Ich habe dann im Backoffice als administrative Mitarbeiterin für Marc gearbeitet. Zu meinen Aufgaben zählten damals Buchhaltung, Vertrieb, HR, Qualitätsmanagement und vor allem aber auch das Übersetzen von Personal- und Qualitätsmanagement-Dokumenten. Bei TECCON war ich insgesamt 6 Jahre.

Und dann?

Dann bin ich zu Vartan Product Support SARL hier in Toulouse gewechselt. Das ist auch eine deutsche Firma, die in der Luftfahrt sehr bekannt ist. Vartan bietet Produktsupport für die wichtigsten Lieferanten von Kabinenausstattungen, Flugzeugsystemen und -strukturen. Dort war ich Teamassistentin bei BEA Aerospace im Bereich der A350 Galleys. Alles was in den neu eingebauten Galleys nicht funktionierte, also Non-Conformities waren, wurde ins SAP eingetragen. Ich habe mir die Liste dann aus SAP gezogen und an das technische Team weitergegeben, damit die Fehler behoben werden konnten.

Im Anschluss ging Nicole mit ihrer Familie zurück nach Deutschland. Nach einem zweijährigen Aufenthalt dort war sie jedoch schnell wieder zurück in Frankreich. Wenn man einmal die südfranzösische Lebensart und -qualität kennt, ist es schwierig sich woanders einzugewöhnen. So ging es zumindest ihr. Zurück in Frankreich fing sie dann im Oktober 2018 bei ARTS an und traf einen alten Bekannten und Wegbegleiter wieder, Marc Bouzaid, der inzwischen als Geschäftsführer für die ARTS.aero SARL tätig war.


Nicole schätzt die entspanntere Lebensweise an ihrer Wahlheimat.

Als kaufmännische Leiterin ist Nicole für die Buchhaltung, den Vertrieb sowie die Themen HR und Qualitätsmanagement verantwortlich.

Nicole startet mit ARTS durch

Wie haben dich deine Aufgaben bei deinen vorherigen Arbeitgebern für ARTS gewappnet?

Die Arbeit bei TECCON glich meiner jetzigen Arbeit bei ARTS zu 100%. Ich hatte dort die selben Tätigkeiten und Verantwortungsbereiche. Dadurch wurde ich super auf meine jetzige Arbeit hier bei ARTS vorbereitet. Bei Vartan habe ich mich hauptsächlich mit SAP beschäftigt. Fachlich gesehen, hatte diese Tätigkeit keinen Einfluss auf meine Arbeit bei ARTS. Aber zwischenmenschlich habe ich dafür sehr viel mitgenommen und konnte mich damit gut rüsten.

Gab es je sprachliche Barrieren für dich?

Am Anfang fragte ich noch meine französischen Kollegen, ob sie nicht mal über meine Mails schauen könnten bevor ich sie versende. Und die Fachbegriffe - besonders in der Buchhaltung - waren gewöhnungsbedürftig. Am meisten Angst hatte ich früher aber am Telefon. Es ist schon ein Unterschied, ob man die Leute, mit denen man spricht, direkt gegenüber hat oder nur am Telefon hört. Mittlerweile ist das aber alles verflogen und ich habe keinerlei sprachliche Probleme mehr.

Was gefällt dir am meisten an deiner Arbeit bei ARTS?

Ich bin wahnsinnig glücklich den Job bei ARTS bekommen zu haben. Die Arbeit ist abwechslungsreich, kein Tag gleicht dem anderen und ich kann flexibel und selbstständig arbeiten. Das ist wirklich sehr angenehm. Auch die Mentalität des Unternehmens, der Zusammenhalt und das Vertrauen im Team sowie das Verhältnis zueinander ist sehr bereichernd.

Welche Werte lebt ARTS deiner Meinung nach?

ARTS legt viel Wert auf zufriedene Mitarbeiter. Die Kollegen und Führungskräfte gehen auf die Wünsche der Mitarbeiter ein und möchten, dass die Mitarbeiter motiviert sind. Mitarbeiter hier in Frankreich werden bei Bedarf in Entscheidungen eingebunden. Auf die Meinung jedes Einzelnen wird viel Wert gelegt und auf ein vertrauensvolles Miteinander geachtet.

Fühlst du dich mehr als Französin oder mehr als Deutsche?

Ich bin eine französische Deutsche. Ich habe mir die besten Werte der Franzosen angenommen, aber mir auch immer noch die deutschen Werte, die mir wichtig sind, bewahrt. Damit kann ich die für mich besten Eigenschaften und Werte vereinen und meinen Kindern das Beste aus jeder Kultur mitgeben.

Was bevorzugst du an deiner Arbeit in Frankreich im Vergleich zu Deutschland?

Der größte Unterschied ist wahrscheinlich die Verteilung der Arbeits- und Pausenzeiten. In Deutschland hat man gerade mal eine ½ - ¾ Stunde Mittagspause, in Frankreich ist man gelassener. Wir haben in der Regel 1-2 Stunden Mittagspause und fangen auch erst gegen 9h00 an zu arbeiten. In der Mittagspause gehen viele in Restaurants essen oder ruhen sich zu Hause etwas aus. In Deutschland beginnt man eher und hat weniger Pausenzeit. Dafür kann man dort aber auch eher in den Feierabend gehen. Wir arbeiten hier länger in den Abend hinein.

Was sind deiner Meinung nach die Stärken von ARTS?

ARTS hat ein internationales Team zu bieten, was die Arbeit generell spannend gestaltet. Man hat bspw. die Möglichkeit in Frankreich zu arbeiten und Auslandserfahrungen zu sammeln. Damit gibt es auch die Chance sich nicht nur fachlich, sondern auch interkulturell weiterzuentwickeln. Wir haben auch interessante Projekte in Dubai oder Spanien. Kürzlich war ein Kollege in Nepal, um ein dort liegen gebliebenes Flugzeug wieder flott zu machen.


Werden Sie Teil eines internationalen Teams – Werden Sie ARTSler

Sie wollen ARTS mitgestalten? Sie arbeiten mit Leidenschaft und stehen neuen, herausfordernden Aufgaben aufgeschlossen gegenüber? Dann werden Sie auch Teil von ARTS und kontaktieren Sie uns. Mit ARTS haben Sie die Möglichkeit in Frankreich, der Tschechischen Republik, Dubai und Spanien zu arbeiten. Also erweitern Sie Ihren Horizont mit ARTS.

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