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Wie kann der erfolgreiche Start im neuen Job gelingen?

26.07.2022 2022/07

Wir alle haben sicherlich schon die Erfahrung gemacht, wie aufregend es ist, einen neuen Job zu beginnen. Angefangen von der Freude, die entsteht, wenn man nach dem anstrengenden Bewerbungsprozess schlussendlich die erhoffte Zusage erhält.

Ab diesem Moment beginnen im Kopf bereits die Gedanken zu kreisen, wie wohl der Start in den neuen Job aussehen wird. Werde ich mich so präsentieren können, wie ich wirklich bin? Kann ich den guten Eindruck aus dem Vorstellungsgespräch bestätigen? Wie sind meine neuen Kolleg :innen? Werden sie mich freundlich empfangen und Nachsicht mit mir haben, wenn ich aufgeregt bin und mir nicht alles gleich von Beginn an perfekt gelingt? Wie wird wohl das Onboarding vonstattengehen?

Tipps für die erste Woche im neuen Job

„Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.“

Tatsächlich ist der erste Eindruck oft ausschlaggebend für den weiteren Verlauf einer Beziehung oder einer bestimmten Situation. Daher ist es zweifellos hilfreich, sich bereits vor Beginn des neuen Jobs Gedanken über verschiedene Faktoren zu machen, die für einen erfolgreichen Start hilfreich sein können.

Der erste Arbeitstag ist wie früher der erste Schultag. Alles ist fremd – die Räume, das Kollegium und die Aufgaben erst recht. Als „Neue :r” im Unternehmen müssen Sie Ihren Platz im Team erst finden und die neuen Kolleg :innen müssen Sie kennenlernen und sich an Sie gewöhnen.

Vorbereitung ist alles!

Damit Sie an den ersten Arbeitstagen nicht allzu nervös sind, bereiten Sie sich gut vor. Recherchieren Sie im Internet, was Sie erwartet. Sprechen Sie ganz offen über die erste Zeit und erkundigen Sie sich nach dem Onboarding. Vielleicht stellt Ihnen das Unternehmen auch etwas Material zur Verfügung, damit Sie sich bereits mit Ihrer neuen Stelle vertraut machen können. So werden Sie nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern haben wichtiges Vorwissen!

Kleider machen Leute!

Informieren Sie sich über die Kleiderordnung. Manche Unternehmen haben einen einheitlichen Dresscode, an den Sie sich natürlich halten sollten! Beim Vorstellungsgespräch haben Sie bestimmt schon einige Kolleg :innen gesehen. Vielleicht erinnern Sie sich daran, was sie getragen haben. Förmliche Kleidung ist im Umgang mit Kunden gern gesehen, denn sie vermittelt Kompetenz und Selbstvertrauen. Wichtig für den ersten Eindruck: Kleiden Sie sich weder zu chic, noch zu leger – beides kann Ihnen den Jobstart vermiesen. Ein gutes Mittelmaß ist ideal!

Pünktlichkeit!

Kommen Sie am ersten Tag nicht zu spät! Pünktliches Erscheinen ist ein Zeichen für Zuverlässigkeit, Respekt und wirkt anderen Kolleg :innen gegenüber höflich.

Sicherlich werden vereinzelte Verspätungen geduldet, wenn Sie schon einige Zeit im Unternehmen tätig sind. Schließlich kann jedem einmal etwas dazwischen kommen. Für den ersten Tag oder die gesamte erste Zeit im neuen Job jedoch ist Unpünktlichkeit ein No-Go!

Freundlichkeit ist das A und O!

Ein Lächeln öffnet Türen – und das kann für den Jobstart unverzichtbar sein! 

Mit einem freundlichen Gesichtsausdruck wirken Sie sofort sympathischer, offener und herzlicher. So vermitteln Sie Ihrem Gegenüber zudem Interesse. Wer etwas schüchterner ist, darf sein natürliches Lächeln gern zu Hause vor dem Spiegel üben. So überspielen Sie neue Situationen ganz unverkrampft und viel lockerer.

Wo muss ich hin?

Mach Sie sich mit Ihrer neuen Umgebung vertraut. Wo sind die Toiletten? Wo gibt es Kaffee und Wasser? Was kann man in der Pause machen? Woher können Sie etwas zu essen bekommen? Fragen Sie am besten eine :n neue :n Kolleg :in, ob er/sie Ihnen alles zeigen kann. Auch das ist eine gute Möglichkeit, gleich die ersten Kontakte zu knüpfen.

Besser aktiv als passiv sein!

Das gilt für die Vorstellung genauso wie für Ihr generelles Verhalten. Zu Beginn des neuen Jobs werden Sie wahrscheinlich einmal in großer Runde vorgestellt, doch besser kommt es an, wenn Sie Ihre Kolleg :innen zusätzlich persönlich begrüßen. Erwähnen Sie in diesen kurzen Gesprächen Ihren Namen, was Sie bisher gemacht haben und ein paar Worte zu Ihnen persönlich. So weiß Ihr Gegenüber direkt Bescheid! 

Versuchen Sie außerdem, sich so gut wie möglich gleich von Beginn an die Namen Ihrer neuen Kolleg :innen zu merken. Nichts ist peinlicher, als immer wieder jemanden nach seinem Namen fragen zu müssen. Wer zudem betont, dass er sich auf die Zusammenarbeit freut, hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Gern können Sie bei dieser Vorstellungsrunde auch schon einige Fragen stellen und etwas genauer hinschauen. 

Denn nur, wer genau beobachtet, kann sich mit den neuen Gegebenheiten vertraut machen! Die Hierarchien des Unternehmens werden so zum Beispiel viel transparenter für Sie. 

Aus der Forschung ist bekannt, dass neue Mitarbeiter :innen bessere Leistungen bringen, wenn sie mehr Fragen stellen. Auch sehen Ihre neuen Kolleg :innen daran sofort, dass Sie ernsthaftes Interesse an Ihrem neuen Job und den damit verbundenen Tätigkeiten haben.

Sie sind nicht allein!

Suchen Sie sich eine Bezugsperson, die Ihnen in der ersten Zeit zur Seite steht. Das kann jemand sein, der genau wie Sie gerade neu ist und sich durch den Kontakt zu Ihnen auch weniger ängstlich oder nervös fühlt. Vielleicht gibt es aber auch jemanden aus Ihrer Abteilung, der sich um Sie „kümmert”. Oder Sie kennen bereits einige Ihrer neuen Kolleg :innen aus Ihrem privaten Umfeld. Je mehr Kontakt Sie gleich vom ersten Tag an suchen, umso leichter werden Sie sich im neuen Unternehmen einfinden können. 

Einstand feiern!

Dieses Ereignis eignet sich wunderbar, um die Kolleg :innen besser kennenzulernen. Denn während der Arbeit bleibt oft zu wenig Zeit dafür. Deshalb bereiten Sie sich darauf vor, das Team zu einem kleinen Einstand einzuladen. 

Ganz wichtig: Eine Kleinigkeit genügt völlig! Niemand verlangt ein komplettes Buffet! Der Einstand ist eine Aufmerksamkeit von Ihnen und eine Wertschätzung gegenüber den neuen Kolleg :innen, also übertreiben Sie nicht, sondern planen Sie etwas Gemütliches in entspannter Atmosphäre. Am besten eignen sich dafür die Gemeinschaftsräume und die Zeit nach der Mittagspause oder direkt nach Feierabend. Damit möglichst viele Kolleg :innen kommen, laden Sie sie kurz persönlich ein, so weiß jede :r Bescheid. Und wenn der Tag gekommen ist und alle den – am besten selbst gebackenen – Kuchen naschen, werden Sie sehen, dass Sie eigentlich schon gut im Unternehmen angekommen sind und der Jobstart wunderbar geglückt ist!

Tipps für die ersten drei Monate im neuen Job

Verantwortungsbereich und Aufgaben kennenlernen!

Konzentrieren Sie sich nun vor allem auf Ihre tägliche Arbeit. In der ersten Woche haben Sie sicherlich schon erste Einblicke in Ihren neuen Aufgaben erhalten. Jetzt heißt es, sich diese anzunehmen und zu lernen. Machen Sie sich mit den bestehenden Strukturen vertraut und schauen Sie Ihren neuen Kolleg :innen bei ihrer Arbeit über die Schulter. Stellen Sie Fragen, die Ihnen dabei helfen können, Ihren neuen Verantwortungsbereich so schnell wie möglich kennenzulernen und selbstständig Aufgaben zu übernehmen. Vergessen Sie dabei jedoch nicht, dass auch all Ihre Kolleg :innen irgendwann einmal angefangen und dies mit Sicherheit auch nicht vergessen haben. Sie werden Ihnen dabei helfen, Ihre Verantwortlichkeiten abzustecken und Ihnen Ihre Aufgaben zeigen und erklären.

Notizen machen!

Am besten haben Sie bereits vom ersten Tag an ein Notizbuch bei sich, in dem Sie sich alles aufschreiben, was für den neuen Job wichtig ist. Notieren Sie sich Abläufe, die Ihnen Ihre Arbeit erleichtern können; Namen, die Sie sich schwer merken können; Zeiten, die im Unternehmen eingehalten werden sollten. So werden Sie weniger vergessen und können immer wieder nachlesen, wenn Sie sich unsicher sind. Nehmen Sie sich am Ende jeder Woche die Zeit, Ihre Notizen noch einmal durchzugehen und gegebenenfalls zu ergänzen, falls Ihnen noch etwas einfällt. Das verschafft Ihnen einen guten Überblick über wichtige Dinge.

Proaktiv und selbstständig sein!

Warten Sie nicht darauf, dass sich immer jemand um Sie kümmert. Fügen Sie sich ins Team ein und übernehmen Sie selbstständig bereits Aufgaben, die Ihnen schon gezeigt wurden und bei denen Sie sich sicher fühlen. Fragen Sie selbst nach, wenn Ihnen etwas unklar erscheint oder Ihnen zum Beispiel noch wichtige Arbeitsmaterialien fehlen. Seien Sie proaktiv und gehen Sie selbst auf Ihre Kolleg :innen zu. So sehen diese, dass Sie sich Gedanken machen, dass Ihnen die Arbeit wichtig ist und Spaß macht. Es ist nun an der Zeit, Strukturen und neue Routinen aufzubauen.

Ziele und Erwartungen festlegen!

Sicherlich hatten Sie im ersten Monat bereits das erste Mitarbeitergespräch mit Ihrem/Ihrer neuen Vorgesetzten darüber, wie Sie sich im neuen Job und im Team eingefunden haben. Legen Sie am besten mit ihm/ihr zusammen Ziele fest, die Sie in der Einarbeitung erreichen sollten oder lassen Sie sich erste Projekte geben, bei denen Sie das bisher Erlernte einsetzen können. Klären Sie in diesem Gespräch auch gegenseitige Erwartungen und seien Sie offen für konstruktive Kritik. Nehmen Sie sich diese an und versuchen Sie die Ratschläge oder Anmerkungen umzusetzen. Nehmen Sie sich Kritik jedoch nicht zu Herzen und versuchen Sie, sie nicht auf sich persönlich zu beziehen. Oft hat diese nichts mit Ihnen als Person zu tun. 

Niemand ist perfekt!

Egal wie viel Erfahrung Sie aus Ihren früheren Tätigkeiten bereits mitbringen, Sie haben diesen Job unter diesen Bedingungen, mit diesen Leuten so noch nie gemacht. Seien Sie daher bescheiden und hören Sie mehr zu, als Sie reden. Bleiben Sie offen für Neues und erkennen Sie an, dass niemand perfekt ist und alles von Beginn an allein schaffen kann. Ihr neuer Job ist ein Prozess, in den Sie hineinwachsen und den Sie erst erlernen müssen. Seien Sie also nicht zu hart zu sich selbst, wenn Ihnen nicht gleich alles gelingt. Auch Fehler gehören zum Lernprozess dazu und sind ganz natürlich. Fokussieren Sie sich nicht zu sehr auf das, was Sie noch nicht können, sondern legen Sie Ihr Augenmerk darauf, wie weit Sie schon gekommen sind und wo Sie dank Ihrer guten Arbeit noch hinkommen werden.
 

„Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist!”

– Henry Ford – 

 

Fazit

Seien Sie einfach Sie selbst! Seien Sie Neuem gegenüber aufgeschlossen und lassen Sie sich von der aufregenden ersten Zeit nicht einschüchtern oder beunruhigen. Vergessen Sie nicht, dass es gute Gründe dafür gibt, dass gerade Sie den Job bekommen haben und nicht eine :r Ihrer Mitbewerber :innen. 

Halten Sie sich immer vor Augen, was Sie können, wer Sie sind und was Sie erreichen möchten. Seien Sie aufmerksam, beobachten Sie Ihre Kolleg :innen bei ihrer täglichen Arbeit und halten Sie so viel wie möglich davon für sich fest. Stellen Sie Ihr Können und Ihre Fähigkeiten nicht unter den Scheffel, seien Sie aber auch aufgeschlossen gegenüber Kritik und Anmerkungen. Setzen Sie Ihre Erwartungen nicht zu hoch.

Und vor allem denken Sie immer daran, dass jeder Ihrer neuen Kolleg :innen auch einmal klein angefangen hat. Auch sie hatten irgendwann ihren ersten Tag und waren genauso nervös wie Sie!

Wenn Sie einige, im besten Fall alle, dieser Tipps beherzigen, steht einem erfolgreichen Start in den neuen Job nun nichts mehr im Weg!

Über den Autor
Susann Handke
HR Marketing

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