ARTS koordiniert Personalentwicklung für Airbus

 

Airbus ist Europas Nummer eins im Flugzeugbau und spielt auch im internationalen Kontext eine Hauptrolle. Die Konkurrenz ist stark, was ein intensives „zur Seite schauen“ zur Folge hat. Airbus will weiterhin erfolgreich sein, weiterwachsen und seine Produktion der Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge ausbauen. Folglich müssen mehr Mitarbeiter eingestellt und in den jeweiligen Flugzeugtypen ausgebildet werden. An dieser Stelle komme ich ins Spiel, denn ich koordiniere die Trainings der Airbus Kollegen im Bereich Manufacturing.

Projektdetails im Überblick

  • Branche: Luft- und Raumfahrt
  • Kunde: Airbus Operations
  • Jobtitel: Learning Deployment Partner
  • Projektort: Hamburg
  • Service: Personalberatung

Ich bin seit 2017 über ARTS in der Personalentwicklung bei Airbus Operations in Hamburg Finkenwerder im Einsatz. Meine Wurzeln finden sich jedoch fernab von großen Konzernen. Begonnen habe ich meine Karriere vor 15 Jahren in einem kleinen Spracheninstitut in Hamburg. Dort organisierte ich Lateinkurse für Studierende, heute richte ich bis zu 150 verschiedene Kurse für eine vierstellige Anzahl Airbus-Mitarbeiter aus. Ständige Verbesserung – das treibt mich in meiner täglichen Arbeit an. Ich will mich nicht mit einem Status Quo und Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht zufriedengeben und möchte nicht nur mich selbst stetig verbessern, sondern auch die Menschen in meinem Umfeld zu Höchstleistungen motivieren. Dies ist auch der Anspruch unserer Kunden, genau deshalb macht mir meine Arbeit bei Airbus so viel Spaß.

Der Blick über den Tellerrand

Airbus profitiert vom Einsatz externer Mitarbeiter, wie mir, denn wir bringen frischen Wind hinein, neue Ideen und einen klaren Blick mit den verschiedenen beruflichen Erfahrungen, die jeder von uns im Laufe der Zeit gesammelt hat.

Das Airbus-Trainingscenter besitzt zwei europäische Standorte. In Toulouse werden hauptsächlich die Piloten ausgebildet. In Hamburg war meine Aufgabe die technischen Trainings für Wartungstechniker der Fluggesellschaften, besonders im Bereich A320 bis A380, an den verschiedenen Flughafenbasen zu organisieren. Wartungstechniker checken das Flugzeug nach jeder Landung und sorgen somit für die Flugsicherheit. Ihre Verantwortung trug ich mit, denn ich war verantwortlich für die Organisation der praktischen Trainings, die nachts auch am Flugzeug stattfinden mussten. Das war eine sehr interessante Aufgabe, da ich mein Koordinationsgeschick und Organisationstalent unter Beweis stellen konnte. Nach ca. zwei Jahren endete der Einsatz im Airbus Trainingscenter, ARTS habe ich jedoch nicht verlassen. Nun bin ich im Bereich HR als Learning Deployment Partner hier bei Airbus Operations tätig.

Airbus profitiert vom Einsatz externer Mitarbeiter, wie mir, denn wir bringen frischen Wind hinein, neue Ideen und einen klaren Blick mit den verschiedenen beruflichen Erfahrungen, die jeder von uns im Laufe der Zeit gesammelt hat.

Arbeiten für den weltgrößten Flugzeughersteller

In meiner jetzigen Position organisiere ich immer noch Schulungen, jedoch hat sich deren Zielgruppe geändert. Statt Mitarbeiter der Airbus-Kunden, schule ich nun die internen Airbus Mitarbeiter. Diese Trainings liegen im Bereich Manufacturing, also alle handwerklichen Trainings. Dazu zählen unter anderem die Strukturmechanik, aber auch die Oberflächenversiegelung. Für die inhaltliche Ausgestaltung der Trainingsangebote ist aber die Industrial Academy zuständig. Dort sitzen die Fachleute für die Schulungsinhalte. Außerdem arbeiten wir eng mit den Schnittstellen in den jeweiligen Bereichen, den sogenannten Plant Competence Managern, zusammen.

Im Bereich Manufacturing bin ich dafür zuständig die Trainingsbedarfe von allen Abteilungen zu sammeln, zu bündeln und zu koordinieren und sorge dafür, dass sie später auch ausgerollt werden. Wir haben 150 mögliche Kurse im Portfolio und schulen eine vierstellige Anzahl an Mitarbeitern. Ich beschäftige mich nicht nur mit der reinen Trainingsorganisation, sondern erstelle auch entsprechende Reportings. Die größte Challenge ist dabei meist das Timing. Denn nicht immer sind alle Teilnehmer zum vorgegebenen Termin auch verfügbar. Das macht es spannend und herausfordernd, denn Sicherheit und Qualität haben bei Airbus oberste Priorität. Neben der täglichen Organisation der Schulungen, beschäftigen wir uns aktuell auch mit relevanten Fragestellungen zu Prozessoptimierung und vor allem -verschlankung. Ganz nach dem Motto better – faster – ahead – möchte ich Bedarfe schnell erkennen und analysieren. Was muss antizipiert werden und wie kann eine kurzfristige Ressourcenbeschaffung für spontan entstandene Trainingsbedarfe erfolgen? In einem Weltkonzern wie Airbus ist die Trainingsorganisation recht komplex und der Bedarf nach Prozessoptimierung quasi immer gegeben. Dazu haben sich mehrere kleine Arbeitskreise gebildet, denn Mikromanagement gehört bei Airbus der Vergangenheit an. Heute ist der Führungsstil vertrauensbasiert und beruht zu großen Teilen auf Selbstorganisation.

Das Team im Bereich Manufacturing, in dem ich arbeite, besteht aus drei Kolleginnen. Zusätzlich sitzt eine Kollegin, die für die Kurse der Qualitätssicherung verantwortlich ist, in Bremen. Außerdem haben wir weitere Kollegen in Toulouse, mit denen wir zusammenarbeiten. Aufgebaut ist das Learning Deployment Team wie eine Matrix, was eine enge Zusammenarbeit ermöglicht. Der erweiterte Kreis ist die Community of Practice, in der wir uns folglich auch vorrangig auf Englisch austauschen.

Aktuelle Herausforderungen

Alle 1,4 Sekunden startet oder landet irgendwo auf der Welt ein Airbus. Kaum eine Produktpalette der Konkurrenz kann mit der von Airbus mithalten. Die Investitionen in den Flugzeugtyp A320 sollen in den kommenden Jahren weiter ausgebaut und die Produktionsraten gesteigert werden. Die Relevanz der Trainings und Schulungen wird hier besonders deutlich. Jeder einzelne der etwa 130.000 Mitarbeiter weltweit muss vorbildliche Arbeit leisten, um Airbus auch langfristig auf Erfolgskurs halten zu können. Die von mir organisierten Schulungen tragen ebenfalls maßgeblich dazu bei, denn Sicherheit spielt in kaum einer anderen Branche eine ähnlich bedeutende Rolle, wie in der Luft- und Raumfahrt. Das treibt mich an, täglich mein Bestes zu geben.

Zahlen und Fakten

150 verschiedene Kurse
14.000 Airbus-Mitarbeiter im Werk
1 Ziel - Qualität auf höchstem Niveau

Weiterführende Informationen