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Arbeit, die Sinn ergibt - Meaningful Work

22.06.2021 2021/06

Arbeiten um Geld zu verdienen. Dieses Konzept scheint ein Auslaufmodell zu sein. Zumindest, wenn man sich die Entwicklung der vergangenen Jahre anschaut. Oder haben Sie nicht auch das Gefühl, auf Xing, LinkedIn und in Firmenbroschüren immer häufiger von “meaningful”, “purposeful” oder “sinnstiftender” Arbeit zu lesen?

Was im Rahmen der Wissenschaft schon länger Inhalt von Studien und Untersuchungen ist, scheint mittlerweile mehr und mehr auch im Arbeitsalltag von Unternehmen und deren Mitarbeitenden anzukommen. Arbeit - das soll nicht mehr nur Leistung gegen Geld sein, sondern vielmehr etwas, das einen Sinn hat und das im besten Fall persönliche Entfaltung und Entwicklung ermöglicht.

Diese Vorstellung scheint in Zeiten des Fachkräftemangels und des demografischen Wandels aktueller denn je. Bewerberinnen und Bewerber gehen mit klaren Erwartungen und Zielen in Bewerbungsprozesse. Hierbei ist ein Euro mehr oder weniger längst nicht mehr der einzige Faktor. Wir als Experten für HR-Services merken immer häufiger: Urlaubstage, Home-Office-Möglichkeiten, Arbeitsumfeld und -kultur werden zunehmend wichtiger, um als Arbeitgeber als attraktiv zu gelten.

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Vom Wollen und Können - Bedürfnisse und Möglichkeiten

Mit Blick auf meaningful work-Konzepte gilt es drei Ebenen zu beachten. Zunächst: Was wollen Mitglieder einer Organisation? Als Mitarbeiter oder Mitarbeiterin in einem Unternehmen hat man immer Erwartungen daran, wie der Arbeitsalltag gestaltet ist. Häufig steckt hinter diesen Erwartungen mittlerweile etwas, das man als Bedürfnis nach Sinnstiftung bezeichnen könnte. Sei es eine wertschätzende Kommunikation, eine funktionierende Fehlerkultur oder einfach die Definition eines gemeinsamen Ziels, welches man als Team erreichen möchte. All das trägt dazu bei nicht nur die täglich anlaufenden Aktivitäten abzuarbeiten, sondern zu erkennen, warum man etwas macht und vor allem mit welchem Zweck. Ist dieses Ziel dann auch noch realistisch erreichbar und trägt dazu bei, persönlich, als Organisation und in Zusammenarbeit mit externen Partnern voranzukommen, kann dies schon ein großer Schritt in Richtung meaningful work sein.

Das allgemeine Geheimrezept allerdings gibt es nicht. Denn jede Organisation ist verschieden. Die entscheidenden Faktoren aus Sicht der Mitarbeitenden sind generell, die Gestaltung des Arbeitsumfeldes, der Nutzen der Tätigkeit für die Gesellschaft und eine subjektive Ebene des Erlebens. Daran wird deutlich, dass meaningful work nicht pauschal als Konzept von einem Unternehmen auf ein anderes Übertragen werden kann. Spätestens beim subjektiven Erleben kommen die einzelnen Mitgliederinnen und Mitglieder der Organisation ins Spiel.

So ergibt sich die zweite Ebene der Konzeptionierung von meaningful work: Wer erarbeitet diese? In vielen anderen Bereichen der strategischen Ausrichtung eines Unternehmens geht der Blick schnell auf die Managementebene. Bei der Frage nach sinnstiftender Arbeit sollte der Fokus jedoch viel mehr auf die gesamte Organisation und deren Innenleben gelegt werden. Arbeiten Sie in einem Traditionsunternehmen im ländlichen Raum oder in einem hippen Start-Up in Berlin Mitte? Die Bedürfnisse der Mitarbeitenden dürften sich zum Teil deutlich unterscheiden. Deshalb gilt es diese mitzunehmen und aktiv an der Arbeitsgestaltung zu beteiligen - Projektteams zu erstellen, die divers sind und die gesamte Bandbreite des Unternehmens abbilden. Auch Befragungen aller Kolleginnen und Kollegen können helfen, sich ein Bild zu verschaffen, was gewünscht und benötigt wird.

Vom Wollen und Können - Bedürfnisse und Möglichkeiten
Mit Blick auf meaningful work-Konzepte gilt es drei Ebenen zu beachten. © Tom Unger
Mit Blick auf meaningful work-Konzepte gilt es drei Ebenen zu beachten. © Tom Unger

ARTS - Meaningful in Theorie und Praxis

Auch wir als ARTS sind hierbei nicht ausgenommen. Unabhängig aller bereits gewonnenen Erkenntnisse stehen wir in diesem Jahr als Praxispartner einem studentischen Forschungsteam der Technischen Universität Chemnitz zur Seite. In Ihrem Projekt soll ermittelt werden, welche Bedürfnisse die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier bei ARTS haben und wie diese im Arbeitsalltag berücksichtigt werden können.

An diesem Punkt wird die dritte Ebene des Konzepts offensichtlich: Was sind Unternehmen zu leisten imstande? Abhängig von regionalen, branchenbezogenen oder finanziellen Faktoren können nicht alle Unternehmen die gleichen Maßnahmen ergreifen. Es existieren Limitationen, welche dafür sorgen, dass Bedürfnisse der Mitarbeitenden mit den Möglichkeiten des Unternehmens abgeglichen werden müssen. Hierbei gilt es eine möglichst große Schnittmenge herzustellen.

Dass sich dies lohnt, beweisen zahlreiche Studien. Wer zufriedener ist, liefert bessere Arbeitsergebnisse. Wer unzufrieden ist, verlässt das Unternehmen früher oder später. Und auch allgemein: Das Bewusstsein für den Sinn einer Arbeit wächst. Davor sollten die Entscheidungsträger in Unternehmen allerdings keine Angst haben. Viele Maßnahmen können schnell erarbeitet und kostengünstig umgesetzt werden. 

Vieles beginnt auch direkt bei uns selbst. Offene Kommunikation, eingestehen und zulassen von Fehlern, Rücksichtnahme auf andere. Dies sollten wir im (manchmal stressigen) Arbeitsalltag nicht untergehen lassen. Es ist häufig wichtiger als der Ruheraum oder der Obstkorb am Empfang. Denn unabhängig vom Unternehmenskontext und den Möglichkeiten: Ob Arbeit auch Spaß machen kann oder nicht, das hängt auch vom Miteinander ab. 

Meaningful - Keine Momentaufnahme

Wie also vorgehen, wenn meaningful work im Unternehmen eine Rolle spielen soll? Zunächst einmal sollte festgehalten werden, was bereits ist. Was wird von Arbeitgeberseite aus getan, um mehr zu tun als “Arbeiten, um Geld zu verdienen”. Anschließend gilt es zu ermitteln, was sein soll. Was wünschen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Was hierbei häufig vergessen wird: Dazu zählen auch Führungskräfte und Vorstände. Denn wenn Arbeit sinnstiftend sein soll, dann auch für alle. Zuletzt wird erfasst was gemacht werden kann. Der Ist-Soll-Kann-Abgleich kann dann einen klassischen Maßnahmenkatalog als Ergebnis haben. Hierin können sowohl zwischenmenschliche als auch ganz objektive Faktoren enthalten sein. Wichtig ist: Diese Analyse sollte keine Momentaufnahme bleiben. Wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und neue eintreten, können die Bedürfnisse schon wieder ganz andere sein. 

Deshalb ist nachjustieren und korrigieren ausdrücklich erlaubt. In agilen Arbeitsumfeldern können auch Arbeitskonzepte nicht statisch sein. Dies jedoch ist sicherlich der zweite Schritt. Der erste ist, sich jetzt bewusst zu machen, dass meaningful work Unternehmen voranbringen kann und uns alle betrifft. Gerne unterstützen wir Sie an dieser Stelle in der Planung und Konzeption. Und wie immer gilt: Der beste Zeitpunkt zu handeln, ist jetzt!

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Tom Unger
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