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Arbeitswelt 4.0 – Trend oder Zukunft?

25.04.2019 Employee Journey

Die vierte Arbeitsrevolution

Zunehmende Globalisierung, demografischer Wandel und allgegenwärtige Themen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 verändern die Art und Weise zu arbeiten, mit anderen Organisationen zu interagieren und auch die Anforderungen an Arbeitsbedingungen und -plätze. Bisher erfolgreiche klassische Strukturen und Unternehmenskulturen unterliegen nun einer Veränderung, die Unternehmen nicht ignorieren können, wollen sie weiterhin erfolgreich am Markt bestehen.

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The complexity of the information with which workers will be confronted in the future continues to increase.

Die Digitalisierung wird das Arbeitsleben erheblich verändern und der Wandel hat bereits begonnen. Ohne Internet und Computer würden viele Betriebe stillstehen, denn selbst das Handwerk nutzt digitale Hilfsmittel, um beispielsweise Teile zu konstruieren. Soziale Netzwerke und firmeneigene Intranets ermöglichen Mitarbeitern einen permanenten Austausch, CRM-Systeme erleichtern Arbeitsabläufe und Absprachen.

Zusätzlich ändert sich auch die Einstellung der Menschen zu ihrer Arbeit. Flexibilität, Selbstbestimmung, Teamgedanke und Handlungsfreiheit sowie das Einbringen der eigenen Persönlichkeit in seine Arbeit, spielt vor allem für die jüngeren Generationen eine übergeordnete Rolle.

Der technologische Fortschritt und der Einzug der Digitalisierung beeinflussen künftige aber zum Teil auch schon heutige Arbeitsweisen und stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Denn trotz der rasanten Entwicklung und der immer technischer werdenden Arbeitsanforderungen dürfen Schutzstandards der Arbeitswelt nicht außen vor gelassen werden.

Die Arbeit 1.0 ist durch die beginnende Industriegesellschaft Ende des 18. Jahrhunderts und die ersten Arbeiterorganisationen gekennzeichnet. Arbeit 2.0 war von Massenproduktion und den Anfängen des Wohlfahrtsstaates zum Ende des 19. Jahrhunderts geprägt. Die Arbeit 3.0 hat ihre Grundlage in der sozialen Marktwirtschaft, in der Arbeitnehmer mehr Rechte für sich einfordern – unter anderem in Arbeitnehmerorganisationen, die auf Augenhöhe mit den Arbeitgebern kommunizieren. Nun folgt der digitale Wandel zur „Arbeit 4.0“.

Der Begriff Arbeit 4.0 schließt an die Industrie 4.0 an, stellt dabei aber den thematischen Schwerpunkt auf Arbeitsformen und Arbeitsverhältnisse ab, nicht nur beschränkt auf den industriellen Sektor, sondern bezogen auf die gesamte Arbeitswelt. Generell geht es nicht nur um ein Arbeiten in den neuen Produktionswelten oder die Anpassung an neue Technologien. Es geht vor allem auch darum, umsichtig und vorausschauend die sozialen Bedingungen und zukünftige Arbeitsregelungen zu thematisieren und mitzugestalten.

Die Arbeit 4.0 schafft den Rahmen für neue Beschäftigungsmodelle mit familiengerechten Arbeitszeiten oder die Möglichkeit an einem anderen bevorzugten Ort als der Arbeitsstelle, leistungsfähiger und kreativer zu arbeiten. Gleichzeitig droht die klare Trennung von Arbeit und Freizeit mehr und mehr zu verschwimmen, mit möglichen negativen Auswirkungen auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Chancen und Risiken der neuen Arbeitsformen sind eng beieinander.

Digitalisierungskompetenz der Mitarbeiter aufbauen

Die Produktion ist innerhalb eines Betriebes hoch technologisch vernetzt und die Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen und Maschinen verändern sich. Neue Geschäftsmodelle wie Onlineplattformen schaffen zentrale Marktplätze für Informationen, Waren und auch für Arbeit und Dienstleistungen. Neue digital erzeugte Produkte, durch 3D-Drucker geschaffen und neue Berufsbilder halten Einzug. Dank digitaler Endgeräte und moderner Kommunikationstechnologien sind die Menschen nicht mehr an einen festen Arbeitsort gebunden und auch Arbeitszeiten werden flexibler. New Work ist das Schlagwort in diesem Zusammenhang.

Doch mit dieser neuen Freiheit geht auch eine hohe Verantwortung einher. Während am festen Arbeitsplatz meist vorgegebene Strukturen herrschen, müssen Mitarbeiter sich z. B. im Homeoffice disziplinieren und strukturieren, um effektiv zu arbeiten und sich nicht ablenken zu lassen. Zusätzlich gilt, wer mit sensiblen Daten arbeitet, trägt eine hohe Verantwortung. Datenschutz unterliegt außerhalb des Büros einem großen Risiko und Arbeitgeber müssen sich darauf verlassen, dass interne Informationen und Daten nicht durch unsichere Netzwerke nach außen gelangen. Datenschutzbestimmungen gehören damit künftig zum Grundwissen von Arbeitnehmern, auch in ihrem eigenen Interesse, da der Schutz von personenbezogenen Daten ebenfalls eine immer wichtigere Rolle spielt. Durch die zunehmende Digitalisierung werden Arbeitnehmer immer gläserner und überwachbar.

Auch müssen sich New Worker darauf einstellen, konstant und lebenslang Neues dazuzulernen, da permanent neue Anforderungen an sie gestellt werden. Arbeiten nach Schema F ist in der neuen Arbeitswelt keine Option mehr, wenn man erfolgreich sein möchte. Zusätzlich nimmt die Komplexität von Informationen zu, die den Mitarbeiter über eine Vielzahl von Kanälen erreichen kann. In diesem Zusammenhang ist die Fähigkeit, sich zu fokussieren umso wichtiger. Eine Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gibt Einblicke in die Verbreitung der Digitalisierung und ihre Konsequenzen.

Diese Umstellung fordert vor allem Führungskräfte, Ihre Mitarbeiter auf diesem Weg anzuleiten und für die Verantwortung, die mit dieser Freiheit einhergeht, zu sensibilisieren.

New Work – mit neuen Arbeitsformen mehr Erfolg erzielen

Neue Arbeitsformen wie Desksharing, Bring Your Own Device oder Crowdsourcing finden heutzutage erst selten Anwendung. Eine Deloitte-Studie zeigte, dass Unternehmen, die diese Arbeitsformen häufiger nutzen, erfolgreicher sind als jene, die sie aus der Not heraus anbieten, da der Arbeitnehmer es fordert.

Doch was steckt hinter diesen Arbeitsformen?

Shared Desk

Bei dieser Form wählen die Mitarbeiter täglich einen neuen Arbeitsplatz innerhalb einer Organisationseinheit (Unternehmen, Abteilung…). Bei dieser Art gibt es weniger Arbeitsplätze als Mitarbeiter, denn Beobachtungen ergaben, dass in einem Bürogebäude die Arbeitsplätze nur zum Teil besetzt sind. Da die Arbeitsplätze auf Grund des täglichen Wechsels immer aufgeräumt sind, nennt man das Prinzip auch „Clean-Desk-Policy“. Vorteile dieser Form sind, dass der Kollege täglich den Arbeitsplatz wählen kann, der am besten zu seiner aktuellen Tätigkeit passt.

Bring your own Device

Hier werden private mobile Endgeräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones in die Netzwerke von Unternehmen integriert. Natürlich unterliegen die Endgeräte Organisationsrichtlinien, da Mitarbeiter mit ihren privaten Geräten Zugriff auf die IT-Infrastruktur des Unternehmens erhalten. Die Einhaltung der Datensicherheit spielt hier eine sehr große Rolle. Diese Variante bietet Vorteile, wie eine hohe Flexibilität bei der Arbeitsplatzwahl und die entfallende Gewöhnung an andere Betriebssysteme.

Ein ähnlicher Ansatz ist das Konzept Corporate Owned, Personally Enabled (COPE). Dabei werden dem Mitarbeiter konzerneigene Geräte auch zur privaten Nutzung überlassen.

Crowdsourcing

Der Begriff bedeutet so viel wie „Die Weisheit der Vielen“. Dabei werden Aufgabenbereiche oder spezifische Probleme an eine Menge von Personen weitergeleitet, die sich dann mit dieser Thematik beschäftigen und dem Unternehmen Lösungen anbieten. Beim Crowdsourcing wird auch von der „Intelligenz der Masse“ gesprochen. Ein sehr bekanntes Beispiel für diese Arbeitsform ist Wikipedia.

Fluide Teams

Dahinter steckt die Idee eines Teams ohne feste Mitglieder. Ziel ist die Zusammenarbeit in verschiedenen Teams, um mit den verschiedensten Menschen in Kontakt zu kommen und dadurch die Lernbereitschaft und Handlungskompetenzen zu fördern.

Virtuelle Teams

In dieser Form des Teams kennen sich die Mitarbeiter meist nicht persönlich, sondern sind über Cloud-Services miteinander verbunden. Dies ermöglicht ein ortsunabhängiges Arbeiten.

Vor- und Nachteile der New Work

Klare Vorteile sind die räumliche und zeitliche Flexibilität, die diese Arbeitsformen mit sich bringen. Gerade bei der Arbeit im Homeoffice sparen die Beteiligten viel Zeit, da der Arbeitsweg entfällt. Durch die selbständige Wahl des Arbeitsplatzes und der Umgebung wird die Produktivität der Mitarbeiter deutlich gesteigert. Insgesamt führen die neuen Möglichkeiten zu einer größeren Selbstbestimmung und damit Zufriedenheit und fördern das selbstständige Arbeiten.

Profitieren kann von der neuen Arbeitswelt jedoch nur, wer ein perfektes Zeit- und Selbstmanagement hat und bereit ist, sich kontinuierlich weiterzubilden. Teilweise lösen sich die Grenzen zwischen Beruf und Privatleben immer mehr auf, was oft für Mehrarbeit sorgt. Für Unternehmen ist vor allem die Umsetzung eine sehr große Herausforderung, da eine grundlegende Veränderung einer guten Führung bedarf.

Ist Ihr Unternehmen bereit für Arbeit 4.0?

Flexibilität und ein hohes Reaktionsvermögen sind für den Mittelstand keine neuen Themen und seit jeher konnten sich mittelständische Unternehmen neuen Strukturen besser anpassen, als Großkonzerne. Neu sind jedoch die Geschwindigkeit und die Häufigkeit, in der Betriebe aktuell mit Phasen des Wandels konfrontiert werden.

Folgende Fragen sollten sich Unternehmen stellen, wenn sie mit der Zeit gehen wollen:

  1. Welche Mittel kann ich meinen Mitarbeitern zu Verfügung stellen, damit sie selbständiger und effizienter arbeiten können?

  2. Welche Arbeitsumgebung fördert die Produktivität und Leistungsbereitschaft?

  3. Stehen meinen Mitarbeitern ausreichend Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung?

  4. Welche anderen Möglichkeiten kann ich nutzen, um agiler und flexibler zu werden (Crowdworking)?

  5. Wie nehme ich die Kollegen mit auf die Reise in die Arbeitswelt 4.0?

Um diese Fragen zu beantworten und das Unternehmen erfolgreich durch den Entwicklungsprozess zu führen, empfiehlt es sich, einen Partner ins Boot zu holen, der mit dem Blick von außen den Status Quo erfasst und gleichzeitig über das notwendige Know-how in diesen Bereichen verfügt. Dabei können Optimierungspotenziale effektiver aufgedeckt und gemeinsam eine Strategie entwickelt werden, um das Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen. Mit der Expertise unserer Berater unterstützen wir Ihr Unternehmen gern in dieser Zeit der Veränderung.

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