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12 Bewerbungsmythen aufgedeckt

18.04.2019 Karrieretipps

Mythen im Bewerbungsprozess

Die Suche nach einem neuen Job ist herausfordernd, der Bewerbungsprozess alles andere als ein entspannter Spaziergang. Es wird viel Zeit und eine Menge Energie investiert, um die perfekte Bewerbung zu erstellen. Schließlich möchten Sie durch diesen ersten Kontaktpunkt positiv wahrgenommen werden und die erste Bewerbungsrunde überstehen.Viele Bewerber stellen sich noch immer die Frage: Wie bewerbe ich mich richtig? Was macht eine gute Bewerbung aus? Vor allem Anfängern und verunsicherten Interessenten fällt es oft nicht leicht, zwischen Mythos und nützlicher Information zu differenzieren. Wir stellen die zwölf typischen Bewerbungsmythen vor und zeigen auf, welche Aussagen wirklich nützlich für Ihre Bewerbung sind und welche reine Fiktion.

Mythos 1: Nur die aktiven Bewerber finden einen Job

Die aktive Versendung von Bewerbungen stellt nur eine Möglichkeit auf der Suche nach einem neuen Job dar. Ein anderer Weg ist der, sich von Unternehmen und Recruitern finden zu lassen und zwar in öffentlichen Bewerberdatenbanken, in denen Personaler ganz gezielt nach potenziellen neuen Arbeitnehmern suchen. In dieser Hinsicht nehmen die öffentlich zugänglichen Social Media Plattformen einen immer höheren Stellenwert ein. Facebook, Twitter, Instagram und Co. bieten ausreichend Platz als sogenannte passive Bewerbungsmöglichkeit. Business-Netzwerke mit Vertretern wie Xing und LinkedIn sind bereits auf eine berufliche Nutzung ausgelegt und werden regelmäßig von Recruitern oder Head-Huntern auf der Suche nach neuen Mitarbeitern durchforstet.

Mythos 2: Social Media Posts sind rein privat

Texte, Fotos und Videos, die auf Social Media Plattformen gepostet werden, sind meist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Das sollte stets im Hinterkopf behalten werden. Unprofessionelle Beiträge können daher bei der Suche nach einer neuen Stelle schnell zum Jobkiller werden. Viele Personaler gehen online auf die Suche nach weiteren Informationen zu ihren Bewerbern, um sich einen Überblick über ihre Persönlichkeit zu verschaffen. Im besten Fall stoßen sie dabei auf aktuelle Profile in den bekannten Business-Netzwerken, wie Xing oder LinkedIn, im schlimmsten Fall finden sie jedoch Bilder von ausgedehnten Partynächten, radikale Ansichten oder öffentliche Hassnachrichten. Oftmals wird auch überprüft, ob Ihre Angaben im Lebenslauf mit den Informationen in Ihren öffentlichen Profilen übereinstimmen. Der Gesamteindruck sollte deshalb auf jeden Fall immer stimmen. Wie Sie beispielsweise Ihr Facebook Profil gestalten können, damit es bei der Jobsuche nützlich sein kann, erfahren Sie ebenfalls in unserem Blog.

Mythos 3: Initiativbewerbungen sind sinnlos

Selbst wenn aktuell keine Stellen ausgeschrieben sind, kann sich eine Bewerbung trotzdem lohnen. Oftmals stehen in naher oder ferner Zukunft Umstrukturierungen im Unternehmen an oder Elternzeiten zeichnen sich ab. Das führt wiederum zu künftigem Personalbedarf, wobei die zu besetzenden Stellen meist erst viel später inseriert werden. Eine Initiativbewerbung kann dabei durchaus eine gute Chance auf eine Einladung zu einem Jobinterview sein.

Mythos 4: Die Bewerbung steht und fällt mit dem Anschreiben

Das stimmt so nicht ganz. Natürlich sollte jede Bewerbung ein individuelles und vor allem fehlerfreies Anschreiben enthalten. Ein paar pfiffige Formulierungen verleihen dem Ganzen sogar ein wenig Pepp und machen dem Leser Lust auf mehr. Genauso wichtig wie das Anschreiben ist der Lebenslauf, dort präsentieren Sie Ihren beruflichen Werdegang, persönliche Qualifikationen und Leistungen. Passen diese Inhalte zu der Stelle, auf die Sie sich beworben haben, stehen Ihre Chancen für eine Einladung zum Vorstellungsgespräch gut.

Mythos 5: Mit selbstbewusstem Auftreten im Anschreiben punkten Sie besonders

Jeder Bewerber hat etwas zu bieten! Die Dauer der bisherigen Berufserfahrung bestimmt die Details. Ob eine abgeschlossene Ausbildung oder ein Studium, (erste) Erfahrungen im Beruf und der jeweiligen Branche, entsprechendes Fachwissen, zusätzliche Qualifikationen, Soft Skills und und und. Vielleicht wurden Sie sogar von persönlichen Kontakten empfohlen. All die Dinge sprechen womöglich für Sie als neuen Mitarbeiter. Doch zwischen gesundem Selbstbewusstsein und übertriebener Arroganz herrscht ein schmaler Grad, denn ein Mangel an Leistungen kann nicht mit einer extrovertierten Art ausgeglichen werden. Deshalb gilt: Ein selbstbewusstes, aber zugleich seriöses Bewerbungsanschreiben konzentriert sich auf das Plus für das Unternehmen sowie auf die eigene Motivation und die harten Fakten in Ihrer Vita.

Mythos 6: Der Lebenslauf darf eine A4-Seite nicht überschreiten

Die „Eine-A4-Seite-Regel“ dient nur als Faustformel, um sich selbst zu kontrollieren, einzugrenzen und nicht alle unwichtigen Nebensächlichkeiten in den Lebenslauf einzubringen. Allgemein gilt: „So ausführlich wie nötig, aber so knapp wie möglich“. Dabei sollte jede Station in Ihrem Lebenslauf aufzeigen, welche Tätigkeiten Sie genau ausgeführt haben und was Sie gelernt haben. Für diese knappen Beschreibungen eignen sich am besten Stichwörter und Gedankenstriche. Ein Fließtext im Lebenslauf schreckt den Personaler schon vor dem Lesen ab bzw. erschlägt ihn aufgrund der optischen Masse. Als gestalterische Form haben sich Tabellen als Mittel der Wahl herauskristallisiert, da sie am übersichtlichsten und strukturiertesten sind. Nach einigen Jahren voller Berufserfahrung passt die Liste mit allen Jobs und Qualifikationen natürlich längst nicht mehr auf eine A4-Seite. Zwei Seiten Lebenslauf sind daher in der Praxis sehr häufig anzutreffen.

Mythos 7: Eine dritte Seite macht die Bewerbung professioneller

Ob eine sogenannte dritte Seite wirklich notwendig ist, ist abhängig vom Bewerber, vom Job selbst und bis zu einem gewissen Grad auch Geschmackssache. Ist laut Stellenausschreibung ausdrücklich ein Motivationsschreiben oder ein Deckblatt erwünscht, sollte es natürlich beigefügt werden. Ist das nicht der Fall und verfügen Sie als Berufsanfänger über noch recht wenig Erfahrungen und Qualifikationen, ist es auf keinen Fall ratsam, sinnlosen Inhalt und nichtaussagekräftigen Zusatz auf einer dritten Seite unterbringen zu wollen. Verfügen Sie bereits über mehrjährige Berufserfahrungen, besteht die Möglichkeit auf der dritten Seite das eigene Profil zu schärfen und dem Leser einen zusammenfassenden Überblick zu verschaffen. Ebenso eignen sich wissenschaftliche Publikationen für die dritte Seite.

Mythos 8: Alle Anforderungen in der Stellenanzeige müssen erfüllt werden

Laut einer Studie der Corporate Research Foundation (CRF) sind für 88 Prozent aller Arbeitgeber die Persönlichkeit des Bewerbers sowie eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit die wichtigsten Kriterien. Auch andere Soft Skills wie Teamfähigkeit und interkulturelle Kompetenzen erlangen immer mehr an Bedeutung. Der persönliche Eindruck ist oft wichtiger als Noten. Natürlich sollten Sie die wichtigsten Qualifikationen für die Stelle mitbringen. Werden bestimmte Anforderungen, wie Fremdsprachenkenntnisse oder ein Führerschein vorausgesetzt, lassen die sich natürlich nicht ausgleichen. Doch auch, wenn Sie nicht jedes Kriterium der Stellenausschreibung erfüllen, kann sich eine Bewerbung lohnen.

Mythos 9: Es kommt lediglich auf den Inhalt der Bewerbung an

Eine wichtige Voraussetzung für eine Einladung zum Bewerbungsgespräch ist durchaus eine inhaltlich gut strukturierte Bewerbung. Allerdings reicht der Inhalt meist allein nicht aus, um am Ende wirklich zu überzeugen. Knapp jede vierte Bewerbung zeugt von Unordentlichkeit und Fehlern. Dabei gilt, egal ob online oder auf dem klassischen Postweg, eine saubere und aktuelle Darstellung der Person und der Leistungen sind ein Muss.

Auch eine Bewerbung getreu dem Motto „Auffallen um jeden Preis“ kommt nicht bei jedem Personaler gut an. Meist ist dies branchenabhängig. In kreativen Berufen punktet eine ausgefallene Bewerbung womöglich. Grundlegend ist es jedoch ratsam das Anschreiben und den Lebenslauf geradlinig, stimmig und fehlerfrei zu gestalten und lieber etwas mehr in ein gutes Bewerbungsfoto zu investieren.

Mythos 10: Hobbys haben in einer professionellen Bewerbung keinen Platz

Diese Aussage ist sogar gänzlich falsch. Die Angabe der Hobbys gehört zwar heute zu den freiwilligen Zusätzen, das heißt, sollten sie fehlen, ist das nicht falsch. Jedoch lesen viele Personaler mit besonderem Interesse über Ihre Hobbys genauso wie über ehrenamtliches Engagement. Diese Angaben geben viel über die Persönlichkeit und den Charakter des Bewerbers preis. Wichtig ist deshalb, für die Bewerbung die Hobbys im Hinblick auf Inhalt und Bedeutung mit Bedacht zu wählen, sodass sie möglichst zum angestrebten Job passen und das eigene Profil abrunden. Dabei sollte die Angabe von maximal vier Hobbys nicht überschritten werden.

Mythos 11: Niedrigere Gehaltsvorstellungen verschaffen bessere Chancen auf den Job

Am besten informieren Sie sich vor dem Bewerbungsgespräch über die üblichen Gehaltshöhen in der Branche im Internet. Werden die Gehälter ausschließlich nach Tarif bezahlt, gibt es wenig Verhandlungsspielraum. Auch von der Position und je nachdem welchen Grad des Abschlusses Sie vorweisen können, ist von unterschiedlichen Gehaltshöhen auszugehen. Allerdings kann ich ganz allgemein den Tipp geben, eine angemessene hohe Forderung zu stellen und Luft zum Verhandeln zu lassen, dann gehen am Ende beide Vertragsparteien zufrieden aus dem Gespräch. Wenn schon von vornherein klar ist, dass das favorisierte Unternehmen nicht so hohe Gehälter zahlt, können Sie auch über Versicherungen, Weiterbildungen, Firmenwagen oder andere Benefits verhandeln. Sobald Sie sich bei mehreren Unternehmen bewerben und zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden, besteht die Möglichkeiten über das zukünftige Gehalt zu verhandeln. Wenn der Rahmen entsprechend stimmt, können darüber hinaus eventuell auch Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit, Sonderurlaub oder Homeoffice dazu beitragen, das Gesamtbild abzurunden.

Mythos 12: Das Bewerbungsfoto hat keinen hohen Stellenwert mehr

Auch wenn ein Bewerbungsfoto inzwischen, rein rechtlich betrachtet, nicht mehr zwingend notwendig für die Bewerbung ist, ist es dennoch in einigen Fällen sogar hilfreich. Denn ein Bild sagt bekanntlich mehr als tausend Worte. Aber selbst bei Bewerbungsfotos gibt es einige Do’s and Don’ts zu beachten. Der Bewerber sollte offen und sympathisch wirken – angepasst an die jeweilige Stelle. Dresscode und Bildausschnitt sollten stimmen und Make-up und Schmuck eher dezent gewählt werden. Allgemein sollten für ein wirklich gutes Bewerbungsfoto etwas mehr Ausgaben eingeplant werden, anstatt es halbprofessionell in Eigenregie mit dem Smartphone zu machen.

Quellen:  hochschulanzeiger.faz.net | karriere.at | karrierebibel.de | karriereletter.de | n-tv.de

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