Tipps für eine gute Bewerbung

04.08.2020 Karrieretipps

Umfassende Unternehmensrecherche vor der Bewerbung

Zu einer gut durchdachten und lückenlosen Bewerbung gehört eine umfassende Recherche über das Unternehmen. Das ist nicht nur hilfreich für das Schreiben der Bewerbung, sondern gibt zusätzlich Sicherheit im Bewerbungsgespräch und hinterlässt einen positiven Eindruck bei den Personalverantwortlichen. Außerdem sollte die Bewerbung auch optisch dem Unternehmen angepasst werden, denn je nachdem, ob Sie sich bei einem Start-Up oder einer seriösen Kanzlei bewerben, sollten die Unterlagen kreativer oder eben förmlicher gestaltet sein.

Die richtige Form der Bewerbung

Der erste Eindruck bei Bewerbungen ist sehr wichtig. Um hier möglichst gut abzuschneiden, spielt das Layout und die Form eine große Rolle, denn sie bieten dem Personalverantwortlichen einen ersten Überblick über die Motivation des Bewerbers. Oft finden Bewerbungen weniger Beachtung, wenn sie auf den ersten Blick nicht den gängigen formalen Kriterien entsprechen. Es empfiehlt sich daher, auf eine fehlerfreie und vollständige Bewerbung viel Wert zu legen.

Achten Sie bei Bewerbungen per E-Mail darauf, alle Dokumente möglichst in einer PDF-Datei zusammenzufassen. Tools zum Lesen von PDF-Dokumenten sind unter anderem PDF-Exchange Viewer und Adobe Reader. Um PDF-Dokumente zusammenzufügen und zu drucken, empfehle ich Ihnen kostenlos nutzbare Programme wie beispielsweise PDF Creator und PDF24 Creator.

Das Anschreiben – keine Floskeln, keine übertriebenen Adjektive

Personaler merken beim Lesen der Bewerbung schnell, ob es sich bei dem vorliegenden Anschreiben um „Massenware“ handelt, denn diese Anschreiben langweilen den Personaler schnell. Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich als …“ sollten durch persönliche und kreative Sätze ersetzt werden. Aus der Betreffzeile sollte klar hervorgehen für welche Position Sie sich bewerben. Geben Sie neben der Stellenbezeichnung auch die Referenznummer oder Bewerber-ID an, sofern eine in der Stellenausschreibung angegeben wurde. Schreiben Sie im ersten Satz, wo Sie die Stellenausschreibung gefunden haben und versuchen Sie immer einen direkten Ansprechpartner herauszufinden, anstatt die Standardformulierung „Sehr geehrte Damen und Herren …“ zu verwenden. Wenn kein Adressat in der Stellenausschreibung genannt wird, rufen Sie ruhig bei dem Unternehmen an und erkundigen Sie sich nach dem richtigen Ansprechpartner. Bereiten Sie sich hierauf jedoch vor, und versuchen Sie so viel wie möglich über die Unternehmensstruktur herauszufinden, um bei Bewerbungsfragen nicht in der Buchhaltung zu landen.

Textbausteine wie die Begrüßung, die Einleitung und die Verabschiedung können sich bei mehreren Bewerbungen durchaus ähneln. Im Hauptteil ist allerdings darauf zu achten, hinsichtlich der Branche, der Anforderungen und der Tätigkeiten einen Bezug zwischen der bisherigen Karriere und dem neuen Unternehmen herzustellen. Bei Online-Bewerbungen nutzen größere Unternehmen oftmals sogenannte Scansoftwares, um die Bewerbung nach Schlüsselwörtern zu durchsuchen. Achten Sie genau darauf, für welche Stelle Sie sich bewerben und welche Informationen Ihnen der Arbeitgeber in der Stellenausschreibung bereits entschlüsselt hat. Diese Anforderungen und Qualifikationen sollten sich dann auch in Ihrem Anschreiben wiederfinden lassen.

Schlichte, gut formulierte Hauptsätze sind Bestandteil einer guten Bewerbung. Seien Sie bei der Formulierung Ihrer Bewerbung von Ihren Fähigkeiten überzeugt! Welche Eigenschaften und Kenntnisse werden in der Stellenausschreibung verlangt, welche davon erfüllen Sie und warum? Es ist wichtig, Eigenschaften und Erfahrungen immer mit persönlichen Beispielen zu belegen und nicht als leere Worthülse stehen zu lassen. Personaler möchten wissen, warum Sie glauben, für genau diese Stelle am besten geeignet zu sein. Dennoch sollten aufgeblasene Adjektive vermieden werden. Im Übrigen passt ein gutes Anschreiben auf eine A4-Seite.

Einige Unternehmen verzichten bereits auf das Anschreiben in Bewerbungsunterlagen. Hier scheiden sich allerdings die Geister, ob das sinnvoll ist oder nicht. Im Allgemeinen gilt auch hier, informieren Sie sich über das Unternehmen und die Bewerbungsmodalitäten. Für einen Bewerber mit 10 Jahren Berufserfahrung macht ein Motivationsschreiben, in dem er seinen Werdegang näher erläutert, sicherlich mehr Sinn als bei einem frisch gebackenen Hochschulabsolventen.

Der Lebenslauf – die wichtigste Visitenkarte jedes Bewerbers

Der Lebenslauf ist ein weiterer wichtiger Bestandteil der Bewerbung, in dem Sie sachlich überzeugen können. Schreiben Sie hier keine Romane, sondern kurze aber aussagekräftige Stichpunkt zu Ihren praktischen Erfahrungen und Qualifikationen. Üblich sind, eine übersichtliche und tabellarische Formatierung sowie ein antichronologischer Aufbau. Das heißt, die letzte bzw. aktuelle Tätigkeit steht ganz am Anfang.

Empfehlenswert ist bei jeder praktischen Position, sei es ein Job, ein Praktikum oder eine Werkstudentenstelle, eine kurze Angabe zu ausgeführten Tätigkeiten und durchgeführten Projekten zu machen.

Bei EDV- und Sprachkenntnissen ist es ratsam, eine kurze Selbsteinschätzung anzugeben: Zum Beispiel "Englisch: verhandlungssicher".

Zeugnisse, Beurteilungen, Zertifikate – nur die relevantesten Referenzen auswählen

Neben dem Bewerbungsanschreiben und dem Lebenslauf gehören typischerweise auch Zeugnisse und Zertifikate in eine gute Bewerbung. Wichtig ist, sich dabei lediglich auf zwei bis drei Dokumente zu konzentrieren, die für den neuen Job essenziell erscheinen. Beachten Sie jedoch, dass offizielle Nachweise wie Zeugnisse und Referenzen bei postalischer Bewerbung nur in Kopie versendet werden. Bei einer Online-Bewerbung sind gut eingescannte und begradigte Abzüge Pflicht. Die Sortierung kann entweder nach zeitlichen oder inhaltlichen Kriterien erfolgen.

Das optimale Bewerbungsfoto – kein Selbstversuch

Gemäß dem deutschen Antidiskriminierungsgesetz von 2006 ist das Beilegen eines Fotos keine Pflicht. Zu empfehlen ist es aber dennoch, denn es verleiht der Bewerbung Persönlichkeit. Wenn Sie ein Bewerbungsfoto anfügen möchten, gehört es entweder auf den Lebenslauf oder auf das Deckblatt.

Hierbei ist es ratsam, das Bild bei einem professionellen Fotografen machen zu lassen. Dieser bringt sowohl seine Erfahrungen als auch seine Expertise mit und liefert Ihnen am Ende ein qualitativ hochwertiges Bewerbungsfoto.

Das Deckblatt – eine gute Möglichkeit für den perfekten ersten Eindruck

Ein Deckblatt ist keine Pflicht in einer Bewerbung. Es bietet dem Bewerber die Möglichkeit, sich noch mehr hervorzuheben. Der Zweck eines Deckblattes ist es, dem Personaler einen schnellen Überblick über die Bewerbung zu verschaffen und seine Aufmerksamkeit zu wecken. Inhaltlich sollte das Deckblatt folgende Daten enthalten:

Überschrift: „Bewerbung“, „Bewerbungsmappe“ oder „Bewerbungsunterlagen“.

Angestrebte Position: Auf welche Stelle trifft die Bewerbung zu und zu welchem Zeitpunkt beginnt der neue Job?

Name, Vorname und Kontaktdaten des Bewerbers: Dazu gehören Anschrift, Telefonnummer und E-Mail Adresse. Wichtig ist dabei, dass Sie gut und schnell erreichbar sind. Ein kleiner Tipp: Wählen Sie eine E-Mail mit Ihrem Namen.

Bewerbungsfoto: Auch hier ein kleiner Hinweis: Wählen Sie die Position des Fotos auf der Seite so, dass Sie zur Mitte des Blattes schauen.

Überblick über Stärken und Ziele: Welche Soft Skills machen Ihre Person aus und welche beruflichen Erfahrungen konnten Sie bereits erwerben? Wichtig ist hierbei, kurz und knapp zu bleiben. Eine ausführlichere Vorstellung der eigenen Stärken folgt in der Bewerbung.

Anlagen: Das Inhaltsverzeichnis der Bewerbung. Alle Dokumente, die nach dem Deckblatt und dem Anschreiben folgen, können hier aufgelistet werden. Dazu zählen in der Regel: Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate und gegebenenfalls das Motivationsschreiben, sofern dies vom Arbeitgeber ausdrücklich verlangt wurde.

Letzter Check vor dem Versand

Vor dem Versenden der Bewerbung empfiehlt es sich ein letztes Mal zu prüfen, ob die Firmenbezeichnung und der Ansprechpartner richtig benannt sind und ob die Rechtschreibung in sämtlichen Texten stimmt. Der letzte Blick stellt sicher, dass die Bewerbung mit allen Anlagen in der Bewerbungsmappe auch wirklich vollständig ist und beim Versenden der Bewerbung per E-Mail im Anhang korrekt angezeigt wird!

Für eine erfolgreiche Bewerbung lohnt es sich immer, ein wenig mehr Zeit zu investieren, denn mit einer umfassenden Recherche über das neue Unternehmen können Sie auch im Bewerbungsgespräch punkten. Eine gut strukturierte, ehrliche und aussagekräftige Bewerbung hinterlässt einen guten Eindruck beim neuen Arbeitgeber. Schauen Sie sich gern die Einstiegs- und Karrierechancen bei ARTS auf unserer Webseite an.

Quellen: WELT | balosisejobs | bewerbung.net | stellenanzeigen | sueddeutsche

Leistungen im Überblick

Services

Wir entwickeln Karrieren!

Jobs

20 Jahre erfolgreich!

Successbook