Daten im Mittelpunkt - Geschäftsmodelle des 21. Jahrhunderts

17.11.2020 2020/11

Daten im Mittelpunkt - Geschäftsmodelle des 21. Jahrhunderts

Haben Sie heute schon etwas auf Google gesucht oder auf Facebook einem Freund zum Geburtstag gratuliert? Eventuell haben Sie ja auch bereits für das Wochenende vorgesorgt und noch schnell etwas bei Amazon bestellt. Alles heutzutage ganz einfach über Ihr Apple-Smartphone oder Ihren Microsoft-Laptop. Google, Facebook, Amazon, Apple, Microsoft. Sie alle gehören zu den Top Ten der wertvollsten Firmen der Welt. Die Plätze zwei bis acht sind belegt von Konzernen, die ihr Geschäftsmodell gar nicht mehr in der analogen Welt sehen. Doch worin liegt das Erfolgsrezept dieser Firmen? Wie konnten Google und Facebook zu den erfolgreichsten Unternehmen unserer Zeit werden, ohne dass wir dafür überhaupt bezahlen müssen? Die Antwort lautet: Daten.

Zurück in die Zukunft - Wie aus Daten Geschäfte werden

Datengetriebene Geschäftsmodelle sind heute in vielen Fällen echte Erfolgsmodelle. Dabei sind sie bei weitem kein Trend der erst im 21. Jahrhundert entstand. Schon lange bauen Unternehmen darauf auf, Daten auswerten, analysieren und präsentieren zu können. Beispiele hierfür sind Auskunfteien, deren Geschäftsmodell sich darauf konzentriert, Unternehmensdaten anderer Firmen auszuwerten und so beispielsweise die Kreditwürdigkeit einzustufen. Das ist vielen Firmen bares Geld wert. Durch digitale Plattformen wurden solche Geschäftsmodelle allerdings auf eine neue Ebene gehoben.

Nie war es so einfach, Daten in Informationen umzuwandeln. So lassen sich sehr spezifische Erkenntnisse gewinnen, die zu hoch individualisierten Produkten führen können.

Wussten Sie zum Beispiel, dass eine Studie herausgefunden hat, dass Instagram-Bilder, deren Hintergrund hauptsächlich blau ist 24 Prozent mehr Likes erhalten, als jene deren Hintergrund rot ist? Dies ist ein sehr einfaches Beispiel, jedoch lassen sich beliebig viele weitere finden, die die Nützlichkeit der Datenanalyse belegen.

Datenanalyse - Erfolgsfaktor nicht nur für Internetplattformen

Jetzt lässt sich die Frage stellen: Was interessiert es ein Maschinenbauunternehmen im Ruhrgebiet, ob Amazon weiß, welche Kunden welches Produkt in welcher Farbe bestellen? Die Antwort darauf ist recht einfach und lässt sich mit einem Blick in die vergangenen Jahrzehnte beantworten. Kein Unternehmen, das im produzierenden Bereich tätig ist, lässt seine Produktionsprozesse einfach laufen. Es wird analysiert und optimiert. Es werden Defizite festgestellt und Potenziale offengelegt. Wo lassen sich Lieferketten noch verbessern? Welche Frist kann noch ausgeweitet werden? Kann die Produktionslinie durch eine Neuanordnung der Maschinen weiter beschleunigt werden?

Prozessoptimierung wurde schon immer betrieben. Mittlerweile, da viele Prozesse bereits digitalisiert sind, findet diese Optimierung mehr und mehr auch digital statt. Die Daten, die dabei anfallen bleiben in vielen Fällen allerdings noch weitestgehend unbeachtet. Vertriebsmitarbeiter schreiben jeden Tag unzählige E-Mails. Manche davon enden in einem erfolgreichen Geschäftsabschluss, andere nicht. Ließe sich dabei nicht analysieren, welche Mails besonders erfolgreich waren und welche nicht? Und ließe sich dieses Wissen nicht an andere Firmen weitervermitteln. 

Jedes Unternehmen verfügt über unzählige Informationen. Hierfür braucht es sinnvolle Auswertungsmethoden. Im Digitalen sind diese meist nur einige Klicks entfernt. Und je größer die auszuwertende Grundmenge, desto besser die Ergebnisse. So lassen sich perspektivisch nicht nur direkte, sondern auch indirekte Einwirkungen ermitteln. 

Ein Stichwort, das dabei immer wieder fällt ist “Big Data”. Gerade im produzierenden Bereich gibt es jedoch auch darüber hinaus diverse weitere Erfolgsfaktoren, die entlang der Supply-Chain berücksichtigt werden müssen, um Prozesse optimal zu gestalten. Problemstellungen können dabei unterschiedlicher Natur sein - ob strategisch, funktional oder operativ. Ob Lieferanten oder Kunden, Produktion oder Lager - an vielen Stellen existiert ein Optimierungspotenzial. Mit unserem White-Paper “Supply Chain Excellence” unterstützen wir Unternehmen dabei, sich darüber einen Überblick zu verschaffen und Abläufe sinnvoll zu analysieren und auszuwerten. Vor allem mit Blick auf die Erfolgsfaktoren Transparenz und Transformationen spielen Daten eine große Rolle. Durch langjährige Erfahrung in Big-Data-Projekten in Industrie und Logistik und den Blick von außen können so umfangreiche Erkenntnisse gewonnen werden.

Data-driven business areas open up new growth potential
Today, data-driven business models are in many cases real success models.
Today, data-driven business models are in many cases real success models.

Den Kunden im Mittelpunkt und hoch innovativ

Bei all diesen Punkten ist das Ziel häufig auch, den Gegenüber und seine Entscheidungen besser zu verstehen und so vorauszusehen, wie er oder sie handeln wird. Facebook kann Unternehmen sagen, welche Werbeanzeigen bei welcher Zielgruppe besonders erfolgreich sind und genau das macht es so attraktiv. Ressourcen können mit höherer Sicherheit sinnvoll eingesetzt werden. Streuverluste werden minimiert, Risiken reduziert. Welches Unternehmen würde, im Vergleich, auf eine Plattform setzen, die solche Analysepotenziale nicht bietet? Würden Sie nicht auch gerne mehr informationsgestützte Entscheidungen treffen?

Häufig haben solche Geschäftsmodelle noch einen weiteren Mehrwert. Durch ihre strikte Empfängerorientierung sind sie innovativer und näher am Puls der Zeit. Aktuelle Produkte und Prozesse werden nicht als unveränderbar aufgefasst, sondern befinden sich im ständigen Wandel, je nachdem wie es das Verhalten der Kunden erfordert. Ein Unternehmen wie Spotify hat den gesamten Musikmarkt revolutioniert. Die wenigsten hören Musik heute noch auf CDs und das nicht nur unterwegs, sondern auch zu Hause. Ähnlich verhält es sich mit Netflix oder YouTube. Auch hier fand eine Ablösung der linearen Fernsehprogramme statt. Das funktioniert, weil diese Unternehmen ihre Nutzer genau analysiert haben. Netflix beispielsweise nutzt verschiedene Vorschaubilder für Filme und Serien für verschiedene Nutzer, weil sie erkannt haben, dass die Aktivität dadurch erhöht werden kann. Zudem ist bei der Anmeldung ein Fragebogen zu den eigenen Präferenzen vorgeschalten. Die Vorschläge die wir erhalten, passen danach in den meisten Fällen sehr gut und wir klicken direkt auf das nächste Video. So bleiben wir auf der Plattform. Und vor dem nächsten YouTube-Video wird dann Werbung geschaltet, die uns im besten Fall ebenso personalisiert anspricht. Warum nicht den Kunden nach seinen Präferenzen fragen und mit Hilfe dieser Daten die eigenen (proaktiv angebotenen) Produkte anpassen?

Sie sehen: Solche Geschäftsmodell können enormen Erfolg haben, ohne dafür - wie YouTube beispielsweise - auch nur einen Cent zu verlangen. Sicher muss nun nicht jedes Unternehmen den Geschäftsmittelpunkt auf das Internet verlagern, zumal sich auch nicht jedes Geschäftsmodell als Plattform denken lässt. Aber es beweist, wie umfangreich die Möglichkeiten solcher datengetriebener Geschäftsmodelle sind. Und wie immer sollte das Learning daraus sein, die Bestandteile für die eigene Arbeit zu adaptieren, die in das eigene Modell passen und die einen Mehrwert dafür versprechen. In vielen Fällen ist das möglich.

Und falls Sie heute Morgen schon einmal nach neuen Winterstiefeln gegoogelt haben, schauen Sie doch einfach mal, was für Werbung Ihnen im Laufe des Tages noch angezeigt wird. Vielleicht sorgt diese ja dann für den Impulskauf. Datengetriebene Geschäftsmodelle sei Dank.

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