2020 - kann das weg?

15.12.2020 2020/12

Die Geschichte, wie wir alle unsere persönlichen Werte wiederfanden

Die letzten Wochen des Dezembers im Jahr 2020 haben begonnen. Wir sehen uns erneut mit Beschränkungen konfrontiert, die wir schon aus dem Frühjahr kennen und fühlen uns doch wieder völlig überrumpelt. Am liebsten sollte bereits jetzt ein dicker fetter Haken an dieses Jahr gemacht werden, um sich voll und ganz auf 2021 konzentrieren zu können.

Der Beginn des Jahres ließ nichts erahnen. Es gab die üblichen Aufreger um neue Gesetzesänderungen, die zum 01.01.2020 in Kraft traten, wie beispielsweise die Bonpflicht. Auf europäischer Seite schockierte der endgültig beschlossene Brexit. Die Weltbühne war einerseits schockiert über die verheerenden Buschbrände in Australien und andererseits gespannt auf die beginnenden Vorwahlen der US-Präsidentschaftswahl. Nur am Rande tauchten erste Berichte über eine neuartige Krankheit auf, die letztendlich die Ursache für die Veränderung des Lebens jedes einzelnen Menschens der Welt bedeuten sollte. Aber keine Sorge, wir wollen hier nicht den Google-Trends hinterherjagen, ausschweifend über eine noch nie dagewesene Situation sprechen oder das nun feststehende Ergebnis der US-Wahlen als Trendwende feiern. 

Vielmehr wollen wir uns auf eine Reise begeben. Wir laden jeden Interessierten ein, sich mit uns diesem anspruchsvollen Jahr, noch einmal auf eine wertschätzende Art zu nähern. Denn es gab Momente, gar Erlebnisse, die wir ohne diesen Zustand wahrscheinlich erst in vielen Jahren erlebt hätten. Wir könnten sie nicht in der Form teilen, wie es heute möglich ist, weil jeder diese zeitverzögert in einem individuellen Tempo erlebt hätte. 

Arbeiten in 2020

Spätestens jetzt weiß eine Großzahl der Arbeitnehmer eine gute Internetverbindung im heimischen Wohn- bzw. Arbeitszimmer noch einmal ganz anders zu schätzen. Denn nicht nur die Qualität des Serienstreams bereichert, sondern auch die Ton- und Bildqualität in diversen Videokonferenzen erleichtert die Teilnahme. Das Stresslevel zu Beginn mit all den technischen Herausforderungen ist jetzt schon fast wieder in Vergessenheit geraten, ob der eingetretenen Normalität. Unvergessen hingegen bleiben die Bücherregal-Eindrücke, Inneneinrichtungen oder gar die unvorteilhaften Perspektiven eines Videostreams unterhalb der Nase des Kollegen. Einblicke, die sich keiner zu träumen wagte. Sogar die Führungskräfte und Chefs erscheinen ein klein wenig nahbarer in ihrer privaten Arbeitsecke, am Küchentisch oder -selbst erlebt- in einer kleinen Rumpelecke mit wenig strukturiertem Bastelregal im Hintergrund. 

Selbst Unterbrechungen durch die Kleinsten im Haushalt trugen zur Erheiterung bei. Haben Sie vorher in einem offiziellen Meeting schon einmal in Ihre Kamera gewinkt? 

Für einzelne Familien gab es sicher auch Momente, wie in Loriots Pappa ante Portas, in der die Frau erschreckt, weil der Mann plötzlich zu Hause ist:

Renate: "Was machst du denn hier?" - Heinrich: "Ich wohne hier." - Renate: "Aber doch nicht jetzt, um diese Zeit."

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns. Hier kommen Sie zum Fragebogen.

All diese Ereignisse konnten nur geschehen, weil wir urplötzlich gezwungen waren, unseren Arbeitsplatz in die eigenen 4 Wände zu verlegen. Erst in den letzten Wochen haben wir das Thema Home Office und Remote Work näher in Bezug auf die Auswirkungen hinsichtlich der Mitarbeiterbindung betrachtet. 

Bei all den Herausforderungen, die es zu meistern gab, bleibt hängen, dass wir einen riesigen Schritt beim Thema Flexibilisierung der Arbeit getan haben. Wie oft sträuben sich Unternehmen davor, eine große Anzahl Mitarbeiter von zu Hause arbeiten zu lassen. Jetzt ist dies nicht mehr wegzudiskutieren und wird zukünftig eher zum Hygienefaktor also Normalität statt zum einzigartigen Benefit. Viele Familien konnten neben den stressigen Phasen des Home-Schoolings Momente erleben, in denen ihnen gemeinsame Zeit in der Familie geschenkt wurde, die es in der Form vielleicht nie gegeben hätte. 

Für welche Moment sind Sie rückblickend dankbar? Was war ihr lustigstes Erlebnis im Home Office?

Unternehmen in 2020

Die Pandemie hat die deutsche Wirtschaft tief getroffen. Sie fördert zutage, was bereits im Argen lag und in der aktuellen Situation ganz offensichtlich wird. Schwächelnde Geschäftsmodelle geraten noch mehr ins Straucheln. Das Ende ist noch nicht absehbar. Zudem geraten auch Unternehmen in schwierige Lagen, die seit Jahrzehnten am Markt existieren. Für uns macht sich dies besonders in der Luft- und Raumfahrt bemerkbar. Stabile Kundenbeziehungen zu Airbus oder Lufthansa sind heute nicht mehr denkbar. Der Tourismus ist fast vollständig zum Erliegen gekommen und wird auch in naher Zukunft nicht das Niveau erreichen, welches vor Corona herrschte. Das Herunterfahren vieler Bereiche des täglichen Lebens hat branchenübergreifend Spuren in vielen Unternehmen hinterlassen. Was kann daran schon positiv sein? 

Wir sind der Auffassung, dass diese Situation eine echte Chance bietet. Unternehmen können zeigen, dass sie schnell, flexibel und innovativ an ihren eigenen Geschäftsmodellen bzw. am Unternehmen selbst arbeiten. Die in den letzten Jahren oft hochgejubelte Agilität ist genau der Modus, den es jetzt braucht. Zusammen mit der Reflexion des eigenen Tuns, ist vor allem der Wille und die klare Entscheidung für eine Transformation ausschlaggebend für den Erfolg. Gleichermaßen entscheidend ist Vertrauen. Insbesondere das Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter. Der Wunsch nach unternehmerischen Mitdenken und Handeln an die Mitarbeiterschaft kann jetzt durch echte Gestaltungsspielräume in Erfüllung gehen. Was es dazu noch braucht? - Mut, über den eigenen Schatten springen, raus aus der Komfortzone hinein in die Angstzone. Erst dieser Schritt macht es möglich, über die bestehenden Ängste hinweg in eine Macherzone zu gelangen. Was am Ende des Machens liegt? Erfahrungen, vielleicht sogar Innovationen, in jedem Fall stoßen wir damit Veränderungen an, die es für deutsche Unternehmen ohne diesen Stoß von Außen vielleicht das gesamte nächste Jahrzehnt nicht gegeben hätte. 

Worauf es 2021 ankommt?

Die meisten technischen Herausforderungen haben wir mittlerweile mit Bravour gemeistert. Studien zeigen, dass die Zufriedenheit deutscher Arbeitnehmer im Home Office gestiegen ist. 

Weitere Auswirkungen, z.B. einen Rückschritt in den bis heute erkämpften Freiräumen durch den Abbau von Hierarchie in der Vereinzelung des Home Offices, wollen wir gar nicht weiter ausführen. Denn wir sehen genau hier den Ansatzpunkt für Unternehmen auf dem wir künftig aufsetzen wollen einen Schritt zu wagen, das Büro und die Arbeitsgestaltung neu zu gestalten. Unternehmen dürfen Räume für einen kreativen Austausch, Teamgeist sowie Solidarisierung schaffen und zugleich durch Flexibilisierung die Zufriedenheit hoch halten.

Wir dürfen daher auch im nächsten Jahr weiterhin so menschlich, nahbar und privat im Unternehmenskontext zeigen, wie wir es in diesem Jahr unplanmäßig schon getan haben. Deshalb setzen wir Kommunikation ganz oben auf unsere Agenda für 2021. So gilt es einerseits, den Austausch neu zu gestalten andererseits sich auch für sich selbst die Zeit einzuräumen, die es benötigt, um bei der ganzen Vereinbarkeit von Familie und Beruf auch psychisch gesund zu bleiben. 

Wir laden Sie bereits jetzt herzlich zu unserem Januar-Thema #kognitiveHygiene ein.

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